Willkommen zum zweiten Teil unserer Serie „Recruiting-Kampagnen“. Nachdem wir im ersten Teil das Konzept der „Candidate Personae“ erkundet haben, wie ideale Kandidatenprofile unsere Recruiting-Strategien schärfen, wenden wir uns nun den Geschichten zu, die sich hinter diesen Profilen verbergen. Wir tauchen in die Welt der „Seven Basic Plots“ ein, um zu verstehen, wie diese universellen Handlungsmuster im Recruiting genutzt werden können, um unsere Marken zum Leben zu erwecken und eine emotionale Verbindung mit potenziellen Bewerbern zu schaffen.
Die „Seven Basic Plots“ im Recruiting: Erzählstrukturen, die bewegen
Jede Geschichte, die uns fesselt, folgt einer von sieben grundlegenden Strukturen, den „Seven Basic Plots“. Diese universellen Muster sind nicht nur das Rückgrat klassischer Literatur, sondern auch mächtige Werkzeuge im Recruiting. Durch sie offenbaren wir die Kernwerte und Kulturen unserer Unternehmen auf eine Weise, die fasziniert und inspiriert. Von der triumphalen „Überwindung des Monsters“ bis zur tiefgreifenden „Reise und Rückkehr“ – jede dieser Strukturen bietet eine einzigartige Perspektive, um die Essenz unseres Unternehmens und seiner Menschen zu erfassen und zu teilen.
Praktische Anwendung: Geschichten, die unsere Kandidaten begeistern
Nachdem wir die Theorie der „Seven Basic Plots“ verstanden haben, stellt sich die Frage: Wie setzen wir diese im Recruiting ein? Der Schlüssel liegt darin, authentische Geschichten unserer Mitarbeitenden zu erzählen, die die Werte und Kultur unseres Unternehmens widerspiegeln. Durch zielgerichtete Workshops bringen wir unsere Teams zusammen, um diese Geschichten zu entdecken und zu formen. Hierbei geht es darum, die persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, die unsere Unternehmenskultur prägen, zu erfassen und sie auf eine Weise zu erzählen, die sowohl authentisch als auch ansprechend ist.
Von der Geschichte zum fesselnden Content
Die gesammelten Geschichten in überzeugenden Content zu verwandeln, ist eine Kunst für sich. Hierbei geht es darum, die Essenz jeder Geschichte zu erfassen und sie so aufzubereiten, dass sie nicht nur informiert, sondern auch inspiriert und zum Handeln motiviert. Wir verwenden lebendige Beschreibungen, emotionale Anknüpfungspunkte und verbinden die individuellen Erlebnisse mit der Gesamtvision unseres Unternehmens. So entsteht Content, der nicht nur die Aufmerksamkeit unserer Zielgruppe fängt, sondern sie auch dazu bewegt, Teil unserer Geschichte werden zu wollen.
Die Reise des Storytellings geht weiter
Mit dem heutigen Einblick in das Storytelling im Recruiting haben wir eine neue Ebene der Verbindung und des Engagements erreicht. Die Kraft des Erzählens ermöglicht es uns, nicht nur Fakten zu vermitteln, sondern auch Herzen zu gewinnen und eine dauerhafte Bindung zu unseren potenziellen Bewerbern aufzubauen. Während wir diesen Artikel abschließen, ist die Reise des Storytellings in der Welt des Recruitings noch lange nicht beendet. Im nächsten Teil unserer Serie werden wir uns auf die Erstellung von Content konzentrieren, der nicht nur informiert, sondern auch begeistert und zur Bewerbung motiviert. Bleiben Sie gespannt!
Weiterführende Literatur: Die Kunst des Storytellings meistern
Entdecke weitere faszinierende Aspekte des Storytellings mit diesen Ressourcen:
Die „Seven Basic Plots“ vertiefen
Vertiefe dein Verständnis der „Seven Basic Plots“ mit diesen informativen Artikeln:
How to Write a Book Now vergleicht Bookers Theorien mit anderen Erzähltheorien.
Jericho Writers gibt praktische Tipps für das Schreiben dieser grundlegenden Plots. Zur Ressource.

Und was der Dompteur des Wundertiers zum Thema „Storytellim im Recruiting“ anzumerken hat:
Unsere Recruiting-Kampagne erreicht Jobsuchende und mindestens ebenso viele Menschen, die konkret keine neue Anstellung suchen. Aber grundsätzlich einen Stellungswechsel in Betracht ziehen. Könnten. Je nach Quellenlage ist das in der Regel die Hälfte aller Festangestellten. „Wechselwillig“, wenn ihnen das richtige Angebot vor die Flinte kommt. Genau dieses „richtige Angebot“ ist unsere Kampagne. Wenn Sie inhaltlich richtig konzipiert ist. Wir haben bei der Erstellung der gesuchten Candidate Personae (siehe hier) die Bedarfe der Zielgruppe festgestellt. Wir haben hoffentlich anschließend geprüft, ob und wie wir diese Bedarfe anständig bedienen können. Beispielsweise, wenn die Persona auf Basis von Gesprächen mit Mitarbeitenden entstanden ist. Wenn hier noch nicht ganz klar geworden ist, warum die Menschen aus unserer Zielgruppe gerne bei uns arbeiten, was sie stolz auf ihre Arbeit macht und warum sie auch noch die nächsten fünf Jahre bei uns bleiben und sich nicht unter die fünfzig Prozent „Wechselwillige“ einsortieren, dann ist es jetzt hoch an der Zeit, das zu erfragen. In der Regel werden uns die Menschen bei dieser Übung die eine oder andere Geschichte erzählen. Und das ist der Stoff, aus dem die Träume sind. Wenn wir diese Geschichten in unserer Kampagne denen erzählen, die sich genau für diese Rollen interessieren könnten. Dabei spielt es dann letztlich keine Rolle mehr, ob diejenigen, die wir erreichen, als Jobsuchende einen unmittelbaren Bedarf haben oder sich als „Wechselwillige“ einen neuen Traumjob spinnen.
Ob ich die Geschichten, die ich in meine Kampagne einflechte, bewusst einem der vom Wundertier oben referenzierten „Seven Basic Plots“ zuordne, ob ich die verschiedensten Stories im Chor erklingen lasse oder ob ich die ganze Kampagne wie einen Roman mit einem Handlungsstrang und verschiedenen Rollen aufbaue, das bleibt der Kreativität und Professionalität geschuldet, die ich zur Verfügung habe, dem Aufwand, den ich betreiben will und kann, an Personenstunden und Budget, und der Zeit, die mir bleibt, bis Ergebnisse sichtbar sein müssen. Was keine Variable ist, das ist die Notwendigkeit, die Geschichten zu erzählen. Eine dreiminütige allgemeine Unternehmensdarstellung als Video, gefolgt von warmen Worten aus der Selbstdarstellung von Geschäftsführenden, gleichfalls drei Minuten, und garniert mit der internen Jobbeschreibung und einem generischem „Zukunft jetzt gestalten und bewerben“ Call-to-Action wird eine Reaktion nur von denen hervorrufen, die sich aus biografischen und ökonomischen Gründen tatsächlich bewerben müssen. Und das ist auch auf dem Arbeitsmarkt im Frühjahr 2024 bei den allermeisten Zielgruppen die Minderheit. Alle anderen werden nach Vergehen der obligatorischen Sekunde Online-Aufmerksamkeit unverrichteter Dinge weiterscrollen. Und im Worst Case das betreffende Unternehmen keines Blickes mehr würdigen. Weil sowohl der fachliche als auch der emotionale Bezug nicht hergestellt wurde. Und den bekomme ich nur über Geschichten.
Geschichten von der Zielgruppe für die Zielgruppe bedienen die seit mehr als einem Jahrzehnt geforderten Grundeigenschaften einer Employer Brand „Transparenz“ und „Authentizität“. Die „Unverwechselbarkeit“ ergibt sich, wenn ich die Mitarbeitenden tatsächlich vom Leder ziehen lasse. Wenn der Inhalt auf Themen reduziert wird, die unnötigerweise auch außerhalb der Zielgruppe verstanden werden müssen, geht dieser Effekt allerdings ganz schnell perdu. Niemanden aus der „Berater“-Zielgruppe interessiert, ob Consultants einen Tag beim Kunden, drei Tage remote und einen Tag im Office arbeiten. Das sind organisatorische Details, die zwar ausschlaggebend sein können, aber selten unmittelbar. Hier geht es darum, was wie gewuppt wird. Und was man anders und besonders macht. Was stolz macht. Fachgesimpel. Aber vom Feinsten. Wenn Außenstehende nur Bahnhof verstehen – das macht gar nichts. Jedenfalls nicht bei einer Recruiting-Kampagne für eine spitze Zielgruppe. Wir wollen hier keinen Roman-Beststeller oder Movie-Blockbuster produzieren, der möglichst vielen gefällt, sondern ausgewählte Menschen auf Augenhöhe überzeugen. Bei einer allgemeiner aufgesetzten Branding-Kampagne für heterogene Zielgruppen geht es in der Regel weniger in die fachliche Tiefe. „Transparenz“ und „Authentizität“ der geschilderten Werte und Eigenschaft einer Brand werden aber nur durch geschilderte Geschichten greifbar glaubwürdig. Und nicht durch das Wiederholen der Postulate von oft recht generischen Employer Value Propositions. Über die Erzählform der Geschichten, ob Text, Bild und Video oder „kleines Game“ berichten das Wundertier und ich im nächsten Teil unserer Artikelserie. Für diejenigen, die sich allgemeiner für die Texte vom Wundertier als KI-produzierten Content interessieren: Das Tier hat den ersten Teil des Artikels vor dem Hintergrund einer vorher von einer weiteren KI-Persona separat festgelegten SEO-Struktur und Keywords in einem trainierten Sprachstil als eigene, definierte ChatGPT Persona selbst geschrieben. Das Ergebnis: „We are moderately confident this text is entirely human“ mit einer Wahrscheinlichkeit von 83%, laut dem derzeit schärfsten KI-Prüftool GPTZero.


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