Social Selling trifft Recruiting: Die Kraft von Personal und Corporate Branding

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

Willkommen zurück in der WortWunderKammer! Heute möchten wir uns einem Thema widmen, das die Welten von Marketing und Recruiting miteinander verbindet: Die Ähnlichkeiten zwischen Social Selling und Recruiting, insbesondere im Hinblick auf Personal Branding und Corporate Branding.

1. Was ist Social Selling?

Social Selling ist die Kunst, soziale Netzwerke zu nutzen, um Beziehungen aufzubauen, Vertrauen zu gewinnen und schließlich Verkäufe zu generieren. Diese Methode hat sich in den letzten Jahren als effektive Strategie etabliert und wird zunehmend wichtiger, da traditionelle Verkaufsansätze oft nicht mehr die gewünschten Ergebnisse liefern. Doch was genau steckt dahinter, und warum ist es so relevant?

Der Ursprung des Social Sellings liegt in der Erkenntnis, dass Kunden heutzutage informierter und vernetzter sind als je zuvor. Sie recherchieren Produkte und Dienstleistungen online, lesen Bewertungen und tauschen sich in sozialen Netzwerken aus, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Traditionelle Verkaufstechniken, die stark auf Kaltakquise und unpersönliche Verkaufsgespräche setzen, wirken in diesem Umfeld oft aufdringlich und ineffektiv.

Im Gegensatz dazu setzt Social Selling auf den Aufbau langfristiger Beziehungen durch wertvolle Inhalte und authentische Interaktionen. Es geht darum, sich als Experte in seinem Bereich zu positionieren, Vertrauen zu schaffen und letztlich in den Köpfen der potenziellen Kunden präsent zu sein, wenn diese bereit sind zu kaufen. Social Selling ist kein einmaliger Verkaufstrick, sondern ein kontinuierlicher Prozess des Beziehungsaufbaus und der Pflege.

Ein wesentlicher Unterschied zum traditionellen Vertrieb ist die Herangehensweise. Während der traditionelle Vertrieb oft auf direkte Verkaufsabschlüsse abzielt, konzentriert sich Social Selling auf das Teilen von Wissen und die Unterstützung der Kunden auf ihrer Reise. Dies kann durch das Posten von relevanten Artikeln, das Beantworten von Fragen oder das Anbieten von kostenlosen Ressourcen geschehen. Die Interaktion erfolgt häufig über Plattformen wie LinkedIn, Twitter und Facebook, wo Verkäufer ihre Netzwerke ausbauen und pflegen können.

Ein Beispiel: Ein Softwarevertriebler nutzt LinkedIn, um regelmäßig Artikel über die neuesten Trends in der Softwareentwicklung zu teilen. Er kommentiert Beiträge seiner Kontakte, bietet hilfreiche Ratschläge und stellt Verbindungen zwischen seinen Kontakten her. Durch diese Aktivitäten baut er eine Reputation als vertrauenswürdiger Experte auf, und wenn seine Kontakte bereit sind, eine Softwarelösung zu kaufen, denken sie zuerst an ihn.

Warum ist Social Selling so effektiv? Es basiert auf dem Prinzip, dass Menschen von Menschen kaufen, denen sie vertrauen und die sie respektieren. Durch den Aufbau von Beziehungen und das Bereitstellen von Mehrwert positionieren sich Verkäufer als vertrauenswürdige Berater, die den Kaufprozess erleichtern, anstatt ihn zu erzwingen. Social Selling ist daher eine Antwort auf die veränderten Erwartungen und Verhaltensweisen der modernen Käufer.Zusammengefasst: Social Selling ist eine moderne Vertriebsstrategie, die den Fokus auf Beziehungsaufbau und Authentizität legt. Es nutzt die Macht der sozialen Netzwerke, um Vertrauen zu schaffen und langfristige Kundenbeziehungen zu pflegen. In einer Zeit, in der traditionelle Verkaufsansätze oft an Wirkung verlieren, bietet Social Selling einen effektiven Weg, um sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten.

Zusammengefasst: Social Selling ist eine moderne Vertriebsstrategie, die den Fokus auf Beziehungsaufbau und Authentizität legt. Es nutzt die Macht der sozialen Netzwerke, um Vertrauen zu schaffen und langfristige Kundenbeziehungen zu pflegen. In einer Zeit, in der traditionelle Verkaufsansätze oft an Wirkung verlieren, bietet Social Selling einen effektiven Weg, um sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten.

2. Die Parallelen zwischen Social Selling und Recruiting

Auf den ersten Blick scheinen Social Selling und Recruiting zwei völlig unterschiedliche Bereiche zu sein. Doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich erstaunliche Parallelen, besonders wenn es um Active Sourcing geht. Active Sourcing, der proaktive Ansatz zur Kandidatensuche, spiegelt viele Prinzipien des Social Sellings wider und zeigt, wie stark die Methoden miteinander verknüpft sind.

Im Social Selling nutzen Verkäufer soziale Netzwerke, um Beziehungen zu potenziellen Kunden aufzubauen. Ähnlich agieren Recruiter beim Active Sourcing, indem sie gezielt auf Plattformen wie LinkedIn, Xing oder GitHub nach passenden Kandidaten suchen und diese aktiv ansprechen. Beide Ansätze basieren auf dem Prinzip, durch wertvolle Interaktionen und Inhalte Vertrauen aufzubauen und langfristige Beziehungen zu pflegen.

Ein Recruiter, der Active Sourcing betreibt, sucht nicht nur nach Lebensläufen, sondern baut ein Netzwerk von Talenten auf, das kontinuierlich gepflegt wird. Er teilt branchenspezifische Inhalte, kommentiert Beiträge und nimmt aktiv an Diskussionen teil, um sich als vertrauenswürdiger Partner zu positionieren. Dies ähnelt stark der Art und Weise, wie Verkäufer im Social Selling agieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Personalisierung. Genau wie im Social Selling ist es auch im Recruiting entscheidend, Kandidaten individuell anzusprechen und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Recruiter, die persönliche Nachrichten senden, die auf die Karriereziele und Interessen der Kandidaten eingehen, haben eine deutlich höhere Erfolgsquote. Auch das Einfügen von persönlichen Ansprechpartnern in Stellenanzeigen kann die Antwortbereitschaft erhöhen und das Vertrauen in das Unternehmen stärken.

Warum ist das unverzichtbar? In beiden Disziplinen geht es darum, sich von der Masse abzuheben und echte Verbindungen zu schaffen. In einem umkämpften Markt, sei es um Kunden oder Talente, gewinnt man nur durch authentische und wertvolle Beziehungen. Active Sourcing und Social Selling sind daher nicht nur Methoden, sondern essentielle Strategien, um in der modernen Geschäftswelt erfolgreich zu sein. Sie ermöglichen es, sich als vertrauenswürdiger Partner zu positionieren und langfristige Bindungen aufzubauen, die weit über den ersten Kontakt hinausgehen.

Zusammengefasst: Social Selling und Recruiting teilen viele gemeinsame Prinzipien, insbesondere durch Active Sourcing. Beide setzen auf den Aufbau langfristiger Beziehungen und die Personalisierung von Interaktionen, um Vertrauen zu schaffen und sich im Wettbewerb zu behaupten. Diese Parallelen machen die Strategien unverzichtbar für Unternehmen, die sowohl Kunden als auch Talente gewinnen und halten möchten.

3. Was ist eigentlich Personal Branding?

Personal Branding bezeichnet den Prozess, bei dem Einzelpersonen ihre einzigartige Identität und ihren beruflichen Ruf aktiv gestalten und kommunizieren. Es geht darum, sich selbst als Marke zu positionieren, die eigene Expertise hervorzuheben und Vertrauen bei der Zielgruppe aufzubauen. Personal Branding ist besonders im digitalen Zeitalter wichtig, da es ermöglicht, sich von der Masse abzuheben und als Experte in einem bestimmten Bereich wahrgenommen zu werden.

Personal Branding: Die individuelle Marke im Fokus

Im Social Selling spielt das Personal Branding eine entscheidende Rolle. Verkäufer positionieren sich als Experten in ihrem Bereich, teilen wertvolle Inhalte und bauen so eine starke persönliche Marke auf. Dieses Prinzip lässt sich direkt auf das Recruiting übertragen. Recruiter und Führungskräfte, die sich als Experten und Thought Leader positionieren, ziehen talentierte Fachkräfte an. Ein gut gepflegtes LinkedIn-Profil, regelmäßige Beiträge zu relevanten Themen und die Teilnahme an Fachgesprächen sind hierbei entscheidend.

4. Der Wert von Personal Branding im Recruiting

Personal Branding hilft Recruitern, aus der Masse herauszustechen und Vertrauen aufzubauen. Ein Recruiter, der regelmäßig interessante und relevante Inhalte teilt, wird als kompetent und verlässlich wahrgenommen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kandidaten auf Kontaktanfragen reagieren und an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Darüber hinaus können Recruiter durch Personal Branding ihr Netzwerk kontinuierlich erweitern und langfristige Beziehungen zu potenziellen Kandidaten aufbauen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Beispiel hierfür ist ein HR-Manager, der auf LinkedIn regelmäßig Artikel über aktuelle Trends im Personalwesen veröffentlicht. Er teilt Insights aus dem Unternehmen, gibt Tipps zur Karriereentwicklung und beteiligt sich aktiv an Diskussionen. Durch diese Aktivitäten positioniert er sich als Thought Leader in seiner Branche. Wenn Talente eine neue Herausforderung suchen, denken sie zuerst an ihn und sein Unternehmen, weil sie ihn als vertrauenswürdige und kompetente Quelle wahrnehmen.

Fazit: Personal Branding als Schlüssel zum Erfolg

Personal Branding ist im Recruiting ebenso wichtig wie im Social Selling. Es ermöglicht Recruitern, sich als Experten zu positionieren und das Vertrauen potenzieller Kandidaten zu gewinnen. In einer Zeit, in der persönliche Empfehlungen und Vertrauen eine immer größere Rolle spielen, ist ein starkes Personal Branding unverzichtbar, um die besten Talente anzuziehen und langfristig zu binden.

5. Corporate Branding: Die Unternehmensmarke im Rampenlicht

Während Personal Branding die individuelle Marke eines Recruiters oder Verkäufers hervorhebt, steht beim Corporate Branding das Unternehmen als Ganzes im Fokus. Ein starkes Corporate Branding präsentiert das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber und verlässlichen Partner. Dies wird durch konsistente Kommunikation, ansprechende Arbeitgebermarkenstrategien und die Betonung der Unternehmenskultur erreicht. Ein Unternehmen mit starkem Corporate Branding zieht nicht nur Kunden, sondern auch die besten Talente an, da es als vertrauenswürdig und wertschätzend wahrgenommen wird. Gemeinsam mit Personal Branding schafft es eine unverwechselbare und anziehende Markenidentität.

6. Strategien für erfolgreiches Social Selling und Recruiting

Authentizität zeigen: Ob im Social Selling oder Recruiting – Authentizität ist der Schlüssel. Zeigt echte Einblicke in den Arbeitsalltag, teilt Erfolgsgeschichten und seid offen für Feedback.

Netzwerken: Baut euer Netzwerk kontinuierlich aus. Verbindet euch mit Branchenexperten, potenziellen Kandidaten und Influencern.

Wertvolle Inhalte teilen: Postet regelmäßig Inhalte, die für eure Zielgruppe relevant sind. Das können Blogartikel, Studien, Whitepapers oder persönliche Erfahrungsberichte sein.

Engagement fördern: Interagiert mit eurem Netzwerk. Beantwortet Kommentare, stellt Fragen und beteiligt euch an Diskussionen.

Konsistenz: Bleibt konsistent in euren Bemühungen. Sowohl im Social Selling als auch im Recruiting ist eine kontinuierliche Präsenz wichtig.

Ein konkretes Beispiel

Nehmen wir LinkedIn als Plattform. Ein Recruiter, der regelmäßig Artikel über Branchentrends postet, Einblicke in die Unternehmenskultur gibt und sich aktiv an Diskussionen beteiligt, baut ein starkes Netzwerk und eine vertrauensvolle Beziehung zu potenziellen Kandidaten auf. Genauso wie ein Verkäufer, der durch wertvolle Beiträge und authentische Kommunikation Kunden gewinnt.

Fazit

Die Welten von Social Selling und Recruiting sind eng miteinander verwoben. Beide Disziplinen profitieren von starken Personal und Corporate Brands und nutzen ähnliche Strategien, um Beziehungen aufzubauen und Vertrauen zu schaffen. Indem ihr die Prinzipien des Social Sellings auf das Recruiting anwendet, könnt ihr nicht nur die besten Talente anziehen, sondern auch euer Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber positionieren.

Ich freue mich auf eure Gedanken und Kommentare zu diesem spannenden Thema. Lasst uns gemeinsam die Synergien zwischen Social Selling und Recruiting weiter erforschen!

Bis zum nächsten Mal, Euer Wundertier

Und der ausnehmend personal gebrandete Dompteur des Wundertiers sagt dazu:

Selbstverständlich schaue ich auf das Profilfoto, wenn ich per DM angeschrieben werde. Vor allem, wenn keins da ist. Die Visitenkarte zeigt klar und deutlich: Amateur. Was in der Sturm- und Drangzeit des Active Sourcing vor nahezu zwanzig Jahren vielleicht noch mysteriös und geheimnisvoll und gerade deshalb anziehend gewirkt haben mag, ist längst Geschichte. Dann findet sich für den Pflichtteil der berufliche Werdegang, Studium vorhanden, geteilt wurde vor sechs Monate mal eine gruselig nichtssagende Stellenanzeige und ansonsten sind Business-Binsenweisheiten mit dem Slogan des derzeitigen Brötchengebers als Aufmacher für die Profilinfo positioniert. Mag ich mit dieser Person interagieren? Wenn die Nachricht auf den ersten Blick zeigt, dass ich sie nicht ignorieren sollte, dann ja. Die Ansprache, man vertrete ein 500 Fortune Unternehmen und möchte ein generisches Stellenprofil mit mir teilen, das, auf den ersten Blick, vor einem Jahrzehnt eventuell interessant gewesen wäre? Erfüllt die Anforderung wenig bis gar nicht. Persönlich beantworte ich so etwas höflich und knapp mit „Geh weg!“, es könnte immerhin ein potenzieller Kunde sein. Wenn ich einen guten Tag habe. Sonst nicht so dringend. Entsprechende Anfragen von Dienstleistern habe ich zu ignorieren gelernt. Wie die meisten anderen auch.

Mit einem Menschen zu interagieren, der sich mir gegenüber auf Augenhöhe positioniert und über Themen spricht, die für mich relevant sind? – no-brainer, wie wir im Consulting sagen. In Social Media Posts positionierte Sujets können, von mir bevorzugt, fachlich aus meinem eigenen Beritt kommen. Oder den zumindest tangieren. Sie können menschlich-allzumenschlich sympathisch sein für den Rapport, also um eine Beziehung aufzubauen. Die gelegentlich erfolgende ausschließliche, kommentarlose Weiterverbreitung von Corporate News garniert mit Pics vom letzten Teamevent tut das nicht. Spezialisierte, die auf die Ansprache einzelner Fachbereiche oder Berufsgruppen spezialisiert sind, haben es in diesem Umfeld natürlich erheblich leichter. Wenn es quer durch den Stellenprofil-Gemüsegarten geht, wie für die meisten Corporate Active Sourcer und Personaldienstleistende, können Branchen-Themen helfen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. Oder Geschichten. Geschichten gehen immer. Nicht die, die als Insta-Reel gut gelaufen sind, 1:1 auf LinkedIn teilen – aber regelmäßige Abenteuer vom Bürohund gehen immer. Und Regelmäßigkeit ist ein Muss.

Wem gehört eigentlich mein Social Media Account? Erstmal mir, wenn ich den nicht über die Firmenemail-Adresse anlege, geschweige der Arbeitgeber bezahlt sogar dafür. Und auch die Kontakte, egal ob im Vertrieb, als Corporate Influencer oder im Active Sourcing, sind meine. Theoretisch. Wie man mit Kontakten von mitgebrachten Social Media Accounts verfährt, die man während der Tätigkeit gewonnen hat, nachdem man das Unternehmen verlassen hat, ist rechtlich mit Stand 2024 noch nicht abschließend geklärt. Und wir geben hier natürlich keine verbindliche Rechtsberatung – aber eine unverbindlich menschliche: Frühzeitig klären, ob es verbindliche Social Media Guidelines im Unternehmen gibt. Und ob die zu diesen Themen explizit klar sind. Auch Urheberrechte für die eigenen Posts können eine Diskussion wert sein. Weil sich die meisten definierten Regeln aber in einem allgemeinen Verhaltenskodex und grundsätzlicher Netiquette erschöpfen, lohnt es sich, mit den Verantwortlichen und den Führungskräften das Gespräch zu suchen und das Ding vielleicht sogar schriftlich zu fixieren. Die ganze Arbeit, die man in seine Personal Brand investiert, ist schließlich auch für den nächsten Arbeitgeber Gold wert.

Bei markengetriebenen Unternehmen und denen, die schon eine gut etablierte Employer Brand führen, lohnt sich außerdem das Gespräch mit den Markenwächtern aus Marketing und HR. Themen und Tonalität des eigenen Auftritts können nahezu deckungsgleich d’accord gehen. Müssen sie aber nicht. Außerdem stellt sich die Frage, wie ich mich individuell positioniere und als Person gegen die Unternehmensmarke abgrenze. Nicht alle wollen unbedingt wie ein Maskottchen wirken. Auch als bloßes Sprachrohr wahrgenommen zu werden, fördert nicht unbedingt die eigene Authentizität und Glaubwürdigkeit. Und die ist die Grundlage einer Personal Brand. Und ohne die ist Social Selling und letztlich Active Sourcing im Großen und Ganzen vergeblich‘ Liebesmüh‘.

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